Video. Maibaumaufstellen in Lindau
Maibaum-Magie:
Krone
Hier wohnen die guten Geister und höchsten Götter. Fehlt der grüne Wipfel, so ist der Baum entmachtet, seelenlos, kraftlos.
Kranz
Er versinnbildlicht das weibliche Element. Fehlt dieser
Kranz, so hat der Baum sein Fruchtbarkeitssymbol eingebüßt.
Bänder am Kranz
Damit wird der Segen des Gedeihens verbunden.
Symbolschilder
Sie zeigen Sinnbilder des dörflichen Lebens aus
Bauernstand, Brauchtum wie Handwerk.
Stamm
Er versinnbildlicht Kraft und Gesundheit. Die Rinde muss abgeschält werden, damit sich nicht Hexen und böse Geister in Gestalt von Käfern darin
verstecken können.
So entstand der Brauch:
Bereits anno 1200 wurde bei uns über das Maibrauchtum berichtet (Frühlingsbegrüßen in Maifeiern, Mairiten etc).
Im 13. Jhdt. Feierte man den 1. Mai mittels grünen Zweigen und Maien (Bäumchen), die während des Maibegrüßens als "Schmuckmaien" dienten oder als Ehren- oder Liebesmaien verschenkt wurden. Sie
sind die historischen Vorläufer des Maibaums.
Der Maibaum...
Als "Maien" wurde ursprünglich die Birke erkoren. Weil diese als erster Baum aus ihrer Winterstarre erwacht. Die Birke gilt daher als Symbol für Kraft und Anmut, Lebenswillen und Trost, Licht
sowie Heiterkeit.
Auch die Fichte wird als Maien, insbesondere in heutigen Tagen, gerne verwendet. Sie treibt im Wonnemonat Mai aus. Sie gilt daher als festliches Symbol für die Ankunft des
Lichtes wie der Wärme.